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Katholische Pfarrkirche

Der älteste Teil der Kirche ist der Turm. Mit seinem inneren Mauerwerk aus Findlingen und Raseneisenstein geht er wahrscheinlich in das 12. Jahrhundert zurück. Das 33 m hohe Mauerwerk ist durch vier Gurtgesimse gegliedert. Die Mauern haben eine bedeutende Stärke, in der die Treppe ausgespart ist. An der Westfront sind das Turmportal und das hohe Maßwerkfenster darüber in einer großen, reich profilierten Nische zusammengefasst, eine Stilbildung, die über den emsländischen Raum hinaus in die Niederlande und den europäischen Küstenbereich an Nord- und Ostsee weist.
Merians Kupferstich aus dem Jahr 1647 zeigt den Turm noch mit niedrigem Walmdach. Erst 1860 wurde die Turmspitze in der heutigen Form aufgerichtet. Damit hat der Turm eine Gesamthöhe von 62 m. Um das Jahr 1500 war mit dem Abschluss der Arbeiten am Turmbau der Kirchenbau vollendet. 35 verschiedene Steinmetzzeichen sind an der Kirche gezählt worden, 35 Steinmetze haben wohl 50 Jahre am Kirchenbau gearbeitet.
1503 zerstörte ein Blitzstrahl einen Teil des Chores. Auf dieses Unglück deutet eine Inschrift draussen an dem nordöstlichen Stebepfeiler hin „Restauratus est chorus anno MCCCCCIX (Der Chor ist im Jahre 1509 wieder aufgebaut worden).

In den Jahren 1976/77 ist die Pfarrkirche St. Vincentius grundlegend restauriert worden und in neuem Glanz erstanden. Eine weitere Innensanierung wurde im Jahre 1998 durchgeführt.
Nach Fertigstellung der Innensanierung war es noch ein dringliches Anliegen, zur 500-Jahr Feier der St.-Vincentius-Kirche im Jahr 2000 auch den Kirchplatz neu zu gestalten.
Grundprinzipien der Neugestaltungen waren, den Kirchplatz einerseits in das allgemeine Stadtbild durch Wahl der Materialien einzugliedern, ihn aber andererseits als einen Ort der Ruhe und Besinnung in gewisser Weise vom allgemeinen Verkehr abzugrenzen. Dies ist erreicht worden durch die bereits vorhandene Kirchhofsmauer.
Darüber hinaus wurden im Zuge der Neugestaltung die Grünflächen großzügiger ausgelegt. Innerhalb der Grünflächen wird in 2 Bereichen der früher vorhandene Friedhof durch Andeutung von Gräbern wieder in das Gedächtnis gerufen.
Desweiteren wird durch die Andeutung alter Bebauungen in Form von Mauerresten und Darstellungen im Pflaster die frühere Nähe der Bebauung zur Kirche verdeutlicht. Hervorgehoben werden sollen hier die Häuser der Lateinschule und des sog. Beginenhauses - einer früheren Mädchenschule - die einen unmittelbaren Zusammenhang mit der Kirche haben.
Ebenso sollen innerhalb des Pflasters die Eingänge durch den Einbau von Granitmaterialien besonders hervorgehoben werden.
Durch die besondere Form der Pflasterung im Bereich zwischen Kirche und ehemaliger Küsterwohnung wird die Atmosphäre eines in sich geschlossenen Platzes zur Versammlung der Menschen erreicht.

 

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