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Regenwasser nicht auf die Straße leiten

Regenwasser nicht auf die Straße leiten

Die Stadt Haselünne ist in den letzten Jahren verstärkt gefordert, in den Siedlungsbereichen für Abhilfe zu sorgen, wenn sich Regenwasser auf der Straße sammelt.

Regenwasser

 

Die immer häufiger und stärker werdenden Regenereignisse sind eine Ursache für solche Überschwemmungen. Es gibt jedoch eine weitere Ursache: Von vielen Grundstücken läuft das Regenwasser der befestigten Flächen, z. B von Hofflächen oder von Garagenzufahrten auf die Straße. Da diese Flächen meistens ein Gefälle zur Straße haben, können schnell mehrere hundert Quadratmeter zusammenkommen, von denen Regenwasser in den Straßenraum abgeleitet wird. Das anfallende Oberflächenwasser kann dann in den Straßenseitenräumen nicht versickern, zumal häufig festzustellen ist, dass die Straßenseitenräume im Zuge der Anlegung der Außenanlagen von den Anwohnern höher als die Fahrbahn angelegt worden sind. Dies führt dazu, dass das Oberflächenwasser auf der Fahrbahn verbleibt und nicht wie vorgesehen im Seitenraum versickern kann.

Weiter weist die Verwaltung darauf hin, dass die in den Bebauungsplänen festgesetzte Sockelhöhe unbedingt einzuhalten ist. Eine entsprechende Abstimmung kann jederzeit mit dem Leiter des städtischen Bauhofes erfolgen. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Sockelhöhe lediglich das Gebäude und nicht das gesamte Baugrundstück betrifft. Die Grundstückshöhe ist den örtlichen Gegebenheiten zu den Nachbarn und zur öffentlichen Straße so anzulegen, dass eine Beeinträchtigung der Nachbargrundstücke nicht gegeben ist.

Die Straßenentwässerung, sofern diese vorhanden ist (im Stadtgebiet der Stadt Haselünne vorhanden, in den Ortschaften meistens nicht vorhanden), kann die Wassermengen bei Starkregenereignissen natürlich nicht immer sofort aufnehmen. Die Straßeneinläufe sind im Regelfall so bemessen und angeordnet, dass sie die versiegelten Straßenflächen entwässern können. Zusätzliches Regenwasser z. B. von den privaten Flächen, sucht sich dann den Weg in die tiefer gelegenen Bereiche, wo es dann eben zu den Überschwemmungen kommen kann.

In den Bereichen, wo ein Straßenendausbau erfolgt ist, führt das Ableiten von Regenwasser auf die städtische Straße gegebenenfalls zu einer hydraulischen Überlastung der Regenwasserkanäle. Dieses kann dann zu weiteren Problemen in der Kanalunterhaltung führen.

Auch ist festzustellen, dass einige Anwohner mit viel Phantasie sogenannte „Scheinrinnen“ bzw. „Scheinabläufe“ eingebaut haben, die optisch die Vorgaben im Bebauungsplan und der Abwasserbeseitigungssatzung zunächst erfüllen. Eine Wirksamkeit dieser „Scheinentwässerung“ ist jedoch tatsächlich nicht gegeben.

Die Stadt Haselünne hat in den jeweiligen Bebauungsplänen Regelungen zur Beseitigung von Regenwasser- und Schutzwasser getroffen, die es zu beachten gilt.

Darüber hinaus sind Festsetzungen in der Satzung über die Abwasserbeseitigung und den Anschluss an die öffentlichen Abwasserbeseitigungsanlagen getroffen, die ebenfalls zu beachten sind.

Da diese Regelungen mitunter durch Unkenntnis nicht in Gänze beachtet oder umgesetzt werden, verschärft sich die Situation weiter.

Die Stadt Haselünne wird daher in den nächsten Monaten Kontrollen bezüglich einer ordnungsgemäßen Ausführung von Entwässerungsanlagen vornehmen.

Es wird darauf hingewiesen, dass das Ableiten von Regenwasser auf die städtische Verkehrsfläche eine Ordnungswidrigkeit nach § 21 Abs. 2 der „Satzung der Stadt Haselünne über die Abwasserbeseitigung und den Anschluss an die öffentlichen Abwasserbeseitigungsanlagen“ darstellt und bei Nichtbeachtung geahndet wird.

Es wird gebeten, im Interesse aller Anwohner gegebenenfalls nicht ordnungsgemäße Entwässerungsanlagen sowie die Seitenräume entsprechend den Vorgaben herzustellen, damit auch bei größeren Regenereignissen die Straßenentwässerung ordnungsgemäß ihre Funktion erfüllen kann.

Sofern Rückfragen bestehen, wenden Sie sich gerne an die Stadt Haselünne.

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