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Bodenfunde und Hünengräber weisen auf eine dichte Besiedelung
Haselünnes in der jüngeren Steinzeit hin.
Um 500 n. Chr. befand sich ein sächsischer Haupthof im Raum der
heutigen Hofstätte. Im nahen Flusslauf wurde durch Einlegen
von Rundhölzern eine Furt errichtet. Diese Rundhölzer hießen
„lunni“ und sie gaben dem Ort den Namen „Lunni“, „Lunne“ und mit der Flussbezeichnung
„Hassa“ = dunkles Wasser = Hase schließlich den Namen Haselünne.
834 hatte Kaiser Ludwig der Fromme, Nachfolger und Sohn Karls des Großen,
dem Kloster Corvey, das Missionshaus Meppen mit allem Zubehör geschenkt.
Hierzu zählte auch die Kirche mit dem Haupthof Lunni.
Um das Jahr 1000 wird mehrfach der Herrenhof Lunni in den Corveyschen
Abgaberegistern genannt. In derselben Zeit wird Haselünne urkundlich
„oppidum“ genannt, das mit „Wigbold“ = befestigter Handelsplatz zu übersetzen
ist. Mit der Bezeichnung „oppidum“ sollte die überörtliche Bedeutung
des Ortes herausgestellt werden.
Um 1130 fiel der Hof Lunni im Erbgang an die Grafen von Vechta-Ravensberg.
1252 kaufte der Bischof von Münster die Besitzungen der Ravensberger.
Die Stadtrechte, die Haselünne schon vor 1250 erhalten hatte,
wurden am 25.3.1272 vom Bischof von Münster urkundlich „erwähnt
und erneuert“.
Die Stadt gehörte zu dem Bund der Städte zwischen Rhein und
Elbe, der 1268 gegründet wurde, um sich gegenseitig gegen Störenfriede
des Handels zu schützen und zu verteidigen. Dieser Bund erweiterte
sich später zur Hanse. (1351 urkundliche Erwähnung).
550 Jahre gehörte Haselünne als Niederstift zum Oberstift
Münster.
Am 3.2.1803 wurden die geistlichen Fürstentümer durch den
Reichsdeputationshauptschluss aufgelöst. Haselünne gelangte
unter die Herrschaft des Herzogs Arenberg.
1826 ging die Landeshoheit auf das Königreich Hannover über.
Nach dem Krieg zwischen Preußen und Österreich im Jahre
1866 fiel das Königreich Hannover, und damit auch Haselünne,
an Preußen.
Seit 1946 gehört die Stadt zum Land Niedersachsen.
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