Burgmannshöfe PDF Drucken E-Mail

Seit dem 12. Jahrhundert ist für Haselünne eine Burg, die Burg "tho Lünne", nachgewiesen. Die Besatzung einer Burg nannte man Burgmänner. Ende des 13. Jahrhunderts wurde die Stadt Haselünne befestigt. Die Burg "tho Lünne" auf dem Hopfenmarkt lag dadurch nun innerhalb der Stadtmauern und verlor dadurch ihre strategische Bedeutung. Die Burgmänner erhielten nun das Recht sich innerhalb der Stadtmauern nieder zu lassen. Die ersten Stadtwohnungen, Burgmannshöfe genannt, werden schon 1346 urkundlich erwähnt. Es waren kleine Festungwerke.
Vier Burgmannshöfe lagen an der Nordseite der Stadt, drei weitere an der Ritterstraße und ein freier Adelshof an der Steintorstraße, sowie je einer an der Hasestraße und am Krummen Dreh. Es ist auffallend, dass keine Burgmannshöfe in der Neustadt nachzuweisen sind, die gleichzeitig mit der Altstadt ummauert wurde. Dies spricht für die Entstehung der Burgmannshöfe in noch früherer Zeit. Der Westerholtsche Burgmannshof ist der einzige von allen nachweisbaren Burgmannshöfen in Haselünne, der uns in seiner äußerlich kaum veränderten Form aus dem Jahre 1385 erhalten geblieben ist.