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Die ersten Urkunden, die mehr Licht in die frühe Dorfgeschichte bringen, beziehen sich auf mittelalterliche Lehns - und Zinsverhältnisse. Alte Lehrter Bezeichnungen wie "Täi" (Zehntland?), "Täischüre" (Zehntenscheune?) und "Täigerts" (Zehnteintreiber?) könnten auf den Lehrter Zehnten zurückgehen. Im 14. Jahrhundert tauchen als Zehntherren von Lehrte in den Lehnsbüchern der Bischöfe von Osnabrück die Ritter Swartewold (Haselünne) und von dem Bele (bei Herzlake) auf. Sie werden 1403 von Johann von Langen alias "Kreyenribbe", einem Burgherr zu Kreyenborg, abgelöst. Die Kreyenborg wurde etwa um die Wende zum 15. Jahrhundert 2 km nordwestlich des Ortskerns von Lehrte in einem Hasebogen gegründet. Sie war weit über das Dorf hinaus von regionaler Bedeutung. Die Burgherren von Langen mit Schafschere im Wappen gehörten schon im 15. Jahrhundert zu den begütertsten, einflußreichsten und gefürchtetsten Vertretern des Landadels an Hase und Ems. Bis zu 50 eigenhörige Bauernfamilien und rund 20 Zehntbauerschaften hatten zeitweise den Herren von der Kreyenborg Abgaben und Dienste zu leisten. Zwei Osnabrücker Bischöfe mußten bei ihrer Wahl versprechen, die Bürger vor den berüchtigten fehdelustigen von Langen zu schützen. Auch mit der Stadt Meppen, deren Corveyer Haupthof den von Langen 1392 übertragen worden war, kam es zu gerichtlichen Auseinandersetzungen. In Haselünne soll der Westerholtsche Burgmannshof bereits im 15. Jahrhundert von Rolf von Langen bewohnt gewesen sein. 1816 bzw. 1836 kamen die durch Verschwendung, Prozeßsucht und Kriegsfolgen verschuldeten Güter Ost -und Westkreyenborg unter den Hammer. Sie wurden von 12 ortsansässigen Heuerleuten zu gleichen Anteilen erworben. Noch heute sind mit den Kreyenborger Wohnhäusern Namen verbunden, die an den Dienst ihrer ehemaligen Bewohner unter den Gutsherren erinnern. "Schreiner", "Schomakers", "Kutskers", "Backsen", "Schütten", "Holtgers" waren einst herrschaftliche Tischler, Schuhmacher, Kutscher, Bäcker, Grabenaufseher (oder Schützen) und Holzarbeiter. In den Flurnamen "Langen Esk" und "Scheffers Esk" klingen noch die Namen der Hauptadelsfamilien der Burg an. Von der Gräfte ist nur noch ein Rest vorhanden. Einst umgab sie die ausgedehnteste Burganlage des Emslandes (Geppert) in einem an der Westseite abgerundeten Rechteck von 180 m : 200 m.

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