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Wie die Kreyenborg ist ein weiterer Adelssitz der von Langen im Ortskern Lehrtes verschwunden. Claus von Langen zu Haselünne, ein Sohn Engelberts und Catharines (geb. von Clae) zu Westkreyenborg, hatte ihn um die Mitte des 16. Jahrhunderts auf einem wüsten Erbhof gegründet. "Haus Lehrte" war mit dem Zehnten von Lehrte und dem halben Zehnten von Klein Stavern belehnt. Es ging um die Wende zum 18. Jahrhundert in den Besitz der Familie von Martels zu Dankern über, die es noch 1771 besaß. 1802 wurden Teile des Adelssitzes von Heinrich Jansen, Franz Schleper, Herm. Grote und Jan Bernd Hillen aus Lehrte gekauft. Das Doppelerbe von Haus Lehrte wurde 1885 im Rezeß über die Teilung der Osterbrocksabfindung an folgende Eigner verteilt: Hermann Thalken, Bernhard Thole, Bernhard Steinkamp, Bernhard H. Winkler, Bernhard Barenkamp, Joseph Schulte, Gerhard H. Gerdes, Ww. El. Brümmer, Joh. Heinrich Droste und Heinrich Joseph Schleper. Als einziger Hinweis auf den Gutshof ist am Westrande des Hofes Schulte (Laurentiusstraße) noch ein Sandsteinbildstock erhalten geblieben. Das Steinkreuz aus dem Ende des 18. Jahrhunderts kennzeichnet außerdem die Stelle, an der sich 1893 das Kulturzentrum Lehrtes befand: eine Kapelle mit angebauter Schule. 1892 war 200 m südlich davon auf dem sogenannten Kapellenberg eine kombinierte Kapelle und Schule aus Fachwerk niedergelegt worden. Darin hatte der Pfarrer von Bokeloh bereits 1703 jährlich zu den vier Hauptfestzeiten und zum Weihefest einen Gottesdienst gehalten. Dafür hatte er aus einer Kapellenstiftung von einem Kotten Schomaker und einem Acker des Lehrter Müllers Abgaben erhalten. Erstmals wird 1613 in Lehrte eine Kapelle erwähnt, in der ein konvertierter, ehemals calvinistischer Küster unterrichtete. Jahrhundertelang hatten die Lehrter bis dahin allsonntäglich einen 5 km langen Kirchweg durch die unwegsame Haseniederung zurückgelegt und sich vor Bokeloh mit dem Fährboot über die Hase setzen lassen. Erst 1924 wurde Lehrte zusammen mit Bückelte ein selbständiger, von einem eigenen Pastor geleiteter Seelsorgebezirk in der Pfarre Bokeloh. Seit 1969 bilden beide Dörfer eine von Bokeloh unabhängige Kuratiegemeinde, die wegen Priestermangels gegenwärtig vom Haselünner Pfarrer geleitet wird.

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