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Nach dem Ende des 30jährigen Krieges trat zunächst eine Zeit der Ruhe ein. Eine nächste Mitteilung über den Ort findet sich dann für das Jahr 1739. Durch ihr erhalten wir einen Hinweis auf den abzuliefernden Lahrer Zehnten, wobei der Kirche zu Haselünne der dritte Teil des Lahrer Zehnten zustand. Der Zehnt wurde in natura erhoben von Roggen, Hafer, Buchweizen, Gerste und Flachs. Zudem gab es noch den Blutzehnten von den Lämmern und das Zehnthuhn, welches am Fest Jacobi abgeliefert werden musste. Die Herrschaft Napoleons brachte zwar die Bauernbefreiung und damit auch die Befreiung von den Abgaben mit sich, dennoch dauerte es noch Jahrzehnte, bis sie endgültig vollzogen wurde. Erst am 23. Juli 1833 wurde schließlich die Ablösungsordnung im Königreich Hannover bekanntgegeben. Dieses Gesetz gab dem Bauer nicht nur seine persönliche Freiheit, sondern auch das Recht, alle Dienste und Abgaben, die er bis dahin seinem Grundherrn zu leisten hatte, gegen eine einmalige Zahlung des Fünfundzwanzigfachen des jährlichen Wertes seiner Leistungen für immer abzulösen, seinen Hof also als freies Eigentum zu erwerben. Die Gesamtablösesumme der Lahrer Bauern betrug 8 222 Thaler und 8 Mariengroschen, wovon die Kirche in Haselünne ein Drittel der Summe erhielt.
Etwa zur gleichen Zeit fand auch die sogenannte Markenteilung statt, d.h. die das Dorf umgebenden Markenflächen wurden unter den Bauern aufgeteilt. Die Entwicklung Lahres dürfte sich in den für den hiesigen Raum bekannten Rahmen vollzogen haben. Dennoch soll hier erwähnt werden, dass zwischen dem Jahr 1840 und 1883 allein 18 Personen nach Amerika ausgewandert sind. Über die Auswanderungsgründe gibt es allerdings kaum Angaben. Bedeutsam für die Entwicklung Lahres dürfte wohl die Eröffnung der Meppen-Haselünner Eisenbahn im Jahre 1894 gewesen sein, ergaben sich doch durch die Anlegung des Bahnhofes Schlepers in der Nähe des Dorfes bessere Transportmöglichkeiten. Zwar war bei Eröffnung der Bahnstrecke zunächst eine einfache Wartehalle und ein Nebengleis mit Viehrampe vorhanden, doch entstand schon 1898 ein Bahnhofsgebäude, das 1926 durch eine Wohnung für den Bahnagenten und den Neubau eines Güterschuppens erweitert wurde. Gleisanlage und Güterstraße wurden 1936 noch einmal erweitert. 1976 wurden diese Gebäude im Zuge der veränderten Verkehrsentwicklung wieder abgebrochen. 1989 erfolgte dann die Begradigung der Bundesstraße, so dass heute vom ehemaligen Bahnhof Schleper nur noch ein Ladegleis vorhanden ist, das häufig mit abgestellten Kesselwagen belegt wird.

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