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Die Schulchronik berichtet, dass das Jahr 1824 ein Auswanderjahr war. Sechzehn Familien verließen gemeinsam Flechum und wanderten aus.
Wie die Chronik weiter berichtet, hat es in Flechum einen Truppenübungsplatz gegeben. Er war etwa ca. 40 Morgen groß und von einem Wall umgeben. Im Krieg 1866 hielten die in Flechum einquartierten Soldaten des Königs von Hannover dort ihre Übungen ab.

Bereits 1927 erhielt Flechum elektrisches Licht.

Eng mit der Geschichte der Ortschaft Flechum verbunden ist die Entwicklung der Schule. Der Schäfer Johann Kötter war im Jahre 1823 der erste hauptamtliche Lehrer der Gemeinde. Er hatte in Osnabrück einen Normalkurs von 6 Wochen absolviert. Der erste Schulbau muß jedoch weit vor dieser Zeit gelegen haben. Wie in den anderen Gemeinden auch war es ein einfaches Gebäude mit dünnen Lehmwänden. So war bald ein neues und besseres Schulgebäude notwendig. Der Plan hierfür datiert vom 25. April 1842. Im Jahre 1878 erhielt der Lehrer dann eine freie Dienstwohnung. Es hat sich um ein typisches emsländisches Schulgebäude gehandelt, vergleichbar mit den noch heute bestehenden alten Schulgebäuden in Hülsen und Lohe. Auch dieses Gebäude reichte nach einigen Jahrzehnten nicht mehr aus. So wurde 1930/31 ein neues Schulgebäude errichtet, welches am 1. November 1931 eingeweiht wurde. Noch heute wird in diesem Gebäude unterrichtet. Die einklassige katholische Volksschule wurde später Grundschule für die Klassen 1 bis 4. Rückläufige Schülerzahlen brachten vor einigen Jahren Flechum den Ruf der ,,kleinsten Schule im Land Niedersachsen" ein. Gegen eine Schließung der Schule setzten die Flechumer sich vehement zu Wehr. Heute besteht die Grundschule Flechum/Westerloh. Die Kinder aus Flechum, Hülsen und Westerloh des ersten und zweiten Jahrganges werden in Flechum sowie die Kinder des dritten und vierten Jahres in Westerloh unterrichtet. Diese Schulform hat sich bewährt. Auch heute ist die Schule Mittelpunkt der Gemeinde.
Weitere wichtige Einrichtung ist der Kinderspielkreis Flechum, der eine eigene Geschichte hat. Vom damaligen, sehr aktiven Lehrer Gerhard Kampmeyer wurde gemeinsam mit den Flechumer Eltern in der ehemaligen Lehrerwohnung im ersten Stock der Schule ein Kindergarten eingerichtet. Träger dieses Kindergartens war der Verein Kinderspielkreis Flechum e.V.. Diese Einrichtung wurde zum 1. Januar 1973 von der Gemeinde Flechum als Kindergarten übernommen und ging mit der Gebietsreform zum 1. März 1974 auf die Stadt Haselünne über. Die sinkende Kinderzahl schloß auch den Kindergarten von einer Diskussion nicht aus. Auch "ihr" Kindergarten wurde von den Flechumern intensiv verteidigt. Als Kompromiß wurde der Kindergarten in einen Kinderspielkreis umgewandelt, in welchem die gleiche bzw. vergleichbare pädagogische Arbeit wie in einem Kindergarten geleistet wird.
Jahrhundertelang wurde in der Kapelle Höven Gottesdienst gehalten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in der Dorfmitte von Flechum eine Arbeitsdienstbaracke als Kapelle eingerichtet. Mit bunten Glasfenstern und einem kleinen Glockenturm wurde ihr ein würdiges Aussehen gegeben. Bei steigenden Einwohnerzahlen reichte die kleine Kapelle nicht mehr aus. In gemeinsamer Anstrengung konnten die Flechumer den Wunsch nach einer ,,richtigen" Kirche verwirklichen. Ein erheblicher Teil der Baukosten wurde in Flechum aufgebracht. Die damals ca. 440 Einwohner spendeten rund 120.000 DM. Die vom Architekten Brümmer geplante Kirche konnte am 2. Oktober 1967 eingeweiht werden. Die Besonderheit des Gotteshauses liegt in seiner quadratischen Form, die, wie es in einem Zeitungsartikel aus Anlaß der Einweihung heißt, eine gute Übersichtlichkeit und eine kompakte Zusammenfassung der Gläubigen ermöglicht.

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