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Einige Jahre nach Beendigung des 30jährigen Krieges ließ der damalige Bischof von Osnabrück Franz Wilhelm von Wartenberg in seiner Diözese zwischen 1650 und 1661 durch seine Geistlichen eine Glaubensbefragung durchführen. In erster Linie wollte er sich wohl einen Überblick über die konfessionellen Verhältnisse in seiner Diözese verschaffen, indem er die Kommunikanten und Nichtkommunikanten aufzeichnen ließ, heraus kam jedoch durch diese Befragung ein fast komplettes Bevölkerungsregister. Diese Befragung erfaßte natürlich auch die Bauerschaft Eltern, wobei allerdings nur Personen aufgeführt wurden, die älter als 14 Jahre waren. Nach dieser Zählung hatte Eltern im Jahre 1652 vierundvierzig Erwachsene über 14 Jahre und wies zwölf Familien auf. Etwa 100 Jahre später wurde ein weiteres Seelenregister verfaßt. Diesem Register zufolge lebten 1749 in Eltern 115 Einwohner, wovon 47 Kinder unter 14 Jahren waren. Die Personen lebten in 19 Familien, davon waren 9 Vollerben (Landwirte) und 10 Heuerleute.  Heutige Familiennamen des Ortes tauchen bereits in diesen Registern auf und finden sich auch in den Steuerlisten der nächsten Jahrhunderte. Außerdem weisen diese Listen aus, dass Eltern eine reine landwirtschaftlich geprägte Struktur hatte. Dieses änderte sich erst in heutiger Zeit.
Schenkt man der Schulchronik von 1882 Glauben, so wurde bereits 1732 bei dem Heuermann des Beerbten Cordes die erste Schule erbaut. Zwischen 1830 und 1840 wurde dann wenige hundert Meter entfernt ein neues Schulgebäude errichtet. Auch dieses Gebäude entsprach in späteren Jahren nicht mehr den Erfordernissen, so dass das bisherige Schulgebäude abgerissen wurde. Am 6. Juli 1930 konnte dann das neue Schulgebäude eingeweiht werden, welches bis zu seiner Auflösung am 9. September 1971 als Schulgebäude benutzt wurde. Veränderungen in der Schullandschaft führten zur Auflösung der kleinen Dorfschulen. Die Kinder aus Eltern besuchten nun die entsprechenden Schulen in Haselünne. Das ehemalige Schulgebäude wurde zu dem noch heute bestehenden Kindergarten umgebaut.
Nicht unerwähnt darf auch bleiben, dass im selben Jahrhundert einige Bürger aus Eltern ihr Glück in der Fremde suchten. Sie wanderten nach Ungarn aus, kamen jedoch später zurück. Andere wanderten zur gleichen Zeit auch nach Amerika aus. Ob diese Auswanderung aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen geschah, läßt sich nicht mehr mit Sicherheit feststellen.
Die Herrschaft Napoleon I. im Emsland hatte auch die Bauernbefreiung mit sich gebracht. Sie konnten sich 1854 gegen ein entsprechendes Entgelt aus ihrer Abhängigkeit freikaufen. Einher ging damit auch die Festlegung der neuen Marken, wobei die Verhandlungen oft recht langwierig waren.

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