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In der Heide zwischen dem 'Gälen' und Schleper liegt im Kirchspiel Bokeloh der Ort Dörgen, der wegen seiner einsamen Lage nicht oft genannt wird. Und hat auch Dörgen seine Geschichte, und zwar von der ersten Zeit an, aus der wir urkundlich näheres über das Emsland wissen."


So beginnt ein Aufsatz in der Zeitschrift "Mein Emsland" aus dem Jahre 1937. Mit 139 Einwohnern zählt Dörgen zu den kleineren Ortschaften der Stadt Haselünne.
Diese Ortschaft zählt mit zu den ältesten nachweisbaren Siedlungen. Schon 854 erscheint der Name deringon. Lagemann weist in seinem zitierten Aufsatz auf die Erwähnung kurz vor 1000 in einer Urkunde auf derigun item, derigon, also schon auf Groß und Klein Dörgen hin. Er erklärt den derigun mit einer schwarz braunen, moorigen bzw. torfigen Erde von vermoderten Sumpfpflanzen, die hauptsächlich im brackigem Wasser wachsen. Abels weist in seinen Ausführungen zu den Ortsnamen des Emslandes auf derigon hin, was ein Besitztum des derig sein könnte. Um 1160 heißt es doringem.
Dörgen selbst besteht aus Groß und Klein Dörgen, dem Dörgener Feld sowie eines Teiles des Schlepers. Die Bauernhöfe in Groß Dörgen und in Klein Dörgen können auf eine lange Geschichte zurückblicken. Wenn auch Dörgen etwas abseits der Heerstraße lag, so blieb es doch von den Wirren der Zeit nicht ungeschoren. Arg mitgenommen wurde Dörgen um 1795 als die gegen die Franzosen verbündeten Alliierten an der Ems und Hase Truppen aufgestellt hatten, um ein Übersetzen der Franzosen auf das rechte Emsufer zu verhindern. Zur Erinnerung an die später folgenden Freiheitskriege wurde 100 Jahre später, und am 18.12.1913 ein Denkmal errichtet. Dieses Denkmal in Form einer Pyramide aus Findlingen besteht heute noch. Es befindet sich an der Gemarkungsgrenze zu Bokeloh, etwas abgesetzt von der Bundesstraße.


Denkmal zur Erinnerung an die Freiheitskriege 1813/15

Dörgen gehörte und gehört zur Kath. Kirchengemeinde Bokeloh und ist eng mit deren Geschichte verbunden. Die Kinder von Groß Dörgen besuchten die Schule in Bokeloh, während die Kinder aus Klein Dörgen in Lohe beschult wurden. Bereits 1909 wurde in Gr. Dörgen gemeinsam mit Kl. Dörgen überlegt eine Schule zu gründen. Nach dem die Einwohnerzahl durch die Siedlung Dörgener Feld sich vergrößert hatte, wurde 1932 eine einklassige Katholische Schule in Dörgen gebaut. (Baubeginn 1931 Einweihung am 09.06. 1932 , "Heideschule St. Wendelin").
Das Dörgener Feld wurde in den 20er Jahren besiedelt. Im Rahmen der Emslanderschließung wurden in vielen Gemeinden des Emslandes neue Siedlungen angelegt und Familien angesiedelt. Die Schulchronik von Lohe berichtet hierzu "am 16.05. 1922 wurde das Dörgener Feld nördlich der Chaussee Haselünne/Meppen enteignet. Die Fläche ist 175 ha groß. Beschwerden, die früher schon gegen den Enteignungsbeschluß errichtet waren, wurden abgewiesen". Es handelte sich um Flächen der Beerbten aus Lohe. Wie in anderen Fällen auch wurden vom Staat Heide und Un­landflächen für Siedlungszwecke erworben. Diese Erwerbungen trafen nicht immer auf Gegenliebe.
Das Dörgener Moor zählt zu den ältesten Naturschutzgebieten im Emsland seit 1937. Bereits in vorgeschichtlicher Zeit haben hier Menschen gelebt. Dies ist durch urgeschichtliche Funde belegt.
In den Kriegsjahren wurde es immer schwieriger die Unterrichtsversorgung aufrecht zu erhalten. So unterrichtete zum Beispiel 1942/43 eine Lehrerin montags, mittwochs und freitags in Dörgen und dienstags, donnerstags und samstags in Lohe.
1949 wurde die Schützenhalle in Schleper neuerbaut. Am 11. Juli 1949 feierten die Gemeinden Dörgen, Lahre und Lohe gemeinsam ihr erstes Schützenfest.


Am 3. Mai 1950 wurde als Ferienheim für die Polizei des Regierungsbezirkes Osnabrück ein renoviertes ehemaliges Heuermannshaus des Hofes Wulf eingeweiht. Später wurde das Haus als Jugendherberge ,,Dachsbau" geführt.

Ab Ostern 1961 wurde die Schule in Dörgen und Lohe zusammengelegt; ein neues Schulgebäude geplant (zwischen den beiden Dörfern.)  Es wurde jedoch umgebaut. Wegen der sinkenden Schülerzahl wurde die Schule am 23.04. 1966 geschlossen. Die Kinder des 2., 5. und 6. Schuljahres wurden nach Lohe und das 7. und 8. Schuljahr nach Bokeloh abgeschult.
Dörgen hat heute 139 Einwohner. Neuer Ortsvorsteher ist Heinz Gels. Der sehr aktive Schützenverein Schleper erfaßt die Ortschaften Dörgen, Huden, Lahre und Lohe. Die Schützenfeste werden im Jugendheim Schleper gefeiert. Dörgen gehört weiter zum Sportverein Concordia Schleper. Der Sportplatz des Vereins liegt in Lahre.

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